Der Rückblick am Mittwoch: Yemisi Ogunleye
Yemisi Ogunleye – MTG Mannheim
Olympische Spiele Paris (20,00 m) – Gold
Hallen-WM in Glasgow (20,19m) – Silber
Europameisterschaft Rom (18,62m) – Bronze
Deutsche Meisterschaften Braunschweig (19,25m) – Gold
Deutsche Hallenmeisterschaften Leipzig (18,91m) – Gold
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Nach einem starken Jahresbeginn in Nordhausen mit 19,57 Metern besiegte Yemisi Ogunleye mit einer Bestleistung die zweifache Weltmeisterin Chase Jackson. Im Anschluss holte sie sich mit einer Weite von 18,91 Metern den Titel "Deutsche Hallenmeisterin", womit die Saison eröffnet war.
Zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch nicht klar, welches Ergebnis am Ende wirklich herauskommen würde…
Der erste internationale Höhepunkt war die Silbermedaille bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Glasgow. Mit erstmals über zwanzig Metern (20,19 m) lag sie nur
3 Zentimeter hinter der Kanadierin Sarah Mitton, die Gold gewann. Das war bereits ein Ausrufezeichen, das erahnen ließ, was noch folgen könnte.
Bei den Europameisterschaften in Rom konnte Yemisi die Erwartungen des Verbands nicht ganz erfüllen, da sich hier erneut das Knie bemerkbar machte. Dennoch war die Bronzemedaille, mit 18,62 Metern ein versöhnlicher Outdoor-Einstieg für sie.
Kurz darauf wurde sie bei strömendem Regen in Braunschweig erneut Deutsche Meisterin, diesmal mit einer Weite von 19,25 Metern.
Und dann ging es ab nach Paris. Wieder Regen, doch Yemisi hatte inzwischen reichlich Erfahrung mit solchen Bedingungen gesammelt. Die Spannung in der Ausscheidung war groß, doch dann ging es erst richtig los.
Sturz im ersten Versuch – war jetzt alles vorbei? NEIN!
Die hochkonzentrierte Powerfrau wurde überraschend dennoch Olympiasiegerin!
Im letzten Versuch erzielte sie genau 20,00 Meter, und ihre direkte Konkurrentin Madison-Lee Wesche aus Australien konnte mit 19,86 Metern nicht mehr kontern.
GOLD und Olympiasiegerin!
Und was danach geschah, war nicht mehr kontrollierbar…