6. Dezember: Robin Ganter
  06.12.2023 •     BLV


Beim BLV-Adventskalender 2023 öffnet sich bis zum 24. Dezember täglich ein Türchen, hinter dem sich ein Athleten-Portrait verbirgt. Traditionell finden die Rück- und Ausblicke unserer Athletinnen und Athleten ihren Weg ins BLV-Jahrbuch – in diesem Jahr werden sie zusätzlich in zufälliger Reihenfolge als Adventskalender präsentiert.


Robin Ganter

MTG Mannheim

Weltmeisterschaften – Teilnehmer über 4x100 Meter
Europameisterschaften (U23) – 4. Platz über 100 Meter
Team-Europameisterschaften – 3. Platz mit der Mannschaft
Europameisterschaften (Halle) – Halbfinale über 60 Meter 
Deutscher Meister (Halle) über 200 Meter
Deutsche Meisterschaften (Halle) – 2. Platz über 60 Meter
Deutsche Meisterschaften (Halle) – 2. Platz über 4x200 Meter
Deutsche Meisterschaften – 3. Platz über 100 Meter
Deutsche Meisterschaften – 3. Platz über 4x100 Meter

Robin kann auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Der erste Erfolg gelang ihm bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Im Finale über die 60 Meter holte er sich in 6,65 Sekunden die Silbermedaille. Mit dieser neuen Bestzeit konnte er sich über die Ranglistenpunkte für die Hallen-Europameisterschaft qualifizieren, bei der er ins Halbfinale lief. Damit ging für ihn endlich der Traum, im Nationaltrikot zu laufen, in Erfüllung. Noch besser lief es über die 200 Meter bei den Deutschen Meisterschaften. Im Endlauf konnte er seiner Favoritenrolle gerecht werden und lief mit 21,19 Sekunden eine neue Bestzeit und holte sich damit seinen ersten Deutschen Meistertitel bei den Aktiven. Auch die 4x200 Meter-Staffel in der Halle war ein voller Erfolg und holte die Silbermedaille.

Nach diesem Winter ging er voller Zuversicht in die Sommersaison. Gleich im ersten Wettkampf in Wetzlar konnte er seine Bestzeit über die 100 Meter um mehr als eine Zehntel verbessern. Bei nicht optimalen Bedingungen lief er unglaubliche 10,16 Sekunden und ist damit in der Deutschen Spitze angekommen. Auch über die 200 Meter verbesserte er direkt seine Bestzeit auf 20,74 Sekunden. Aufgrund dieser Leistung durfte er dann Anfang Juni beim Diamond League Meeting in Paris über die 4x100 Meter antreten mit der Nationalstaffel.

Ein paar Wochen danach ging es direkt weiter zur Team-Europameisterschaft in Chorzów (Polen). Hier sammelte er über die 100 Meter wichtige Punkte für das Team. Überraschend musste er auch über die 200 Meter als Ersatzläufer ran und schlug sich souverän. Am Ende durfte sich die deutsche Nationalmannschaft über den 3. Platz freuen.

Aufgrund eines vollen Wettkampfkalenders ließ er schweren Herzens die Deutschen Meisterschaften U23 aus und verteidigte nicht seine Titel über die 100 und 200 Meter. So konnte er sich auf die Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Kassel konzentrieren und konnte hier über die 100 Meter in 10,29 Sekunden die Bronzemedaille erlaufen. Auch mit der 4x100 Meter-Staffel lief er wieder gut und auch hier belegten die Jungs den 3. Platz.

Zwei Tage später ging es sofort weiter nach Espoo zur U23 Europameisterschaft in Finnland. Leider funktionierte es mit der erhoffen Medaille nicht und er wurde über die 100 Meter undankbarer Vierter. Auch die Staffel lief nicht optimal. Mit dem Verlust des Staffelholzes schieden sie leider schon im Vorlauf aus.

Als großes Highlight durfte er dann am Ende des Jahres mit zur Weltmeisterschaft nach Budapest. Hier war er für die Staffel vorgesehen. “Leider wurde ich nicht eingesetzt, aber dabei zu sein war ein großer Erfolg für mich und ich habe viele neue Erfahrungen für die Zukunft sammeln können“, sagte Robin als Fazit der Veranstaltung.

Spät in der Saison durfte er dann nochmals beim ISTAF in Berlin die 200 Meter laufen. Hier kam er nochmal an seine bestehende Bestzeit heran und freute sich über einen fünften Platz in einem starken Feld.

Für die kommende Saison hofft er auf weiter gute Erfolge und großartige Erfahrungen bei internationalen Wettkämpfen mit dem großen Ziel Olympia.


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