Kultusminister Helmut Rau und Staatssekretär Georg Wacker ehrten Medaillengewinner aus Baden-Württemberg
  07.06.2006 •     BLV


Rau: Sportlerinnen und Sportler sind herausragende Botschafter des Landes

Kultusminister Helmut Rau MdL und Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL haben Mitte Mai 342 Medaillengewinner aus Baden-Württemberg geehrt. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart würdigte der Minister die herausragenden Leistungen der Sportlerinnen und Sportler, die sie bei den großen internationalen Sportereignissen des vergangenen Jahres erbracht haben. „Mit Ihren Erfolgen und Ihrem fairen Auftreten sind Sie Vorbild und ausgezeichnete Botschafter unseres Landes in der Welt des Leistungssports.“ Die Sportlerinnen und Sportler waren im Jahr 2005, das von den Vereinten Nationen zum Jahr des Sports erklärt wurde, bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Turin sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreich.

„Die Wettkampftage waren voller Emotionen, großartiger Triumphe und unvergesslicher Momente. Turin war ein großartiges Fest der Freundschaft“, betonten Minister Rau und Staatssekretär Wacker. Sie würdigten insbesondere die behinderten Athletinnen und Athleten. Deren Mut und Leistungswille seien bewundernswert und vorbildhaft. Mit dem zweiten Platz in der Nationenwertung bei den Paralympics sei ihnen eine beispielhafte sportliche Höchstleistung gelungen.

Der Minister hob auch den Stellenwert des Fair Plays im Wettkampf hervor: „Wenn es kein Fair Play mehr gibt, verliert der Sport seine gesellschaftliche Legitimation.“ Am Ziel eines dopingfreien Leistungssports dürften deshalb keine Abstriche gemacht werden. Beim Sport werde spürbar, dass Wettbewerb hart sein könne, aber der Sport zeige auch, dass er nicht persönliche Gegnerschaft oder gar Feindschaft bedeute.

Nach den Worten Raus fördere der Sport Eigenschaften im Menschen, die jede Gesellschaft reicher machten. Dazu zählten Teamgeist, Respekt, Engagement und vor allem Fairness. „Der Wille zur Höchstleistung, der Mut, seine Kräfte mit anderen zu messen und die Zähigkeit, selbst nach einer Niederlage weiter an sich zu arbeiten, all das sind unverzichtbare Tugenden für jede offene, im Wettbewerb stehende Gesellschaft.“

Aus dem Bereich des BLV waren zur Ehrung geladen: Christina Obergföll (LG Offenburg) für ihre Silbermedaille und den Europarekord im Speerwerfen bei den Weltmeisterschaften in Helsinki, Kirsten Bolm (MTG Mannheim) für ihre Bronzemedaille über 60m Hürden bei der Hallen-EM, Johanna Kedzierski (MTG) und Anne Möllinger (MTG) für ihre Silbermedaille in der 4x100m-Staffel bei der U23-EM sowie Julia Müller-Foell (MTG) für ihre Silbermedaille in der 4x400m-Staffel bei der U20-EM.

MKJS