Einige persönliche Bestleistungen für Springer und Kugelstoßer beim Weisenbacher Meeting
Zuvor waren Schober und sein Vereinskamerad Lamin Krubally noch gemeinsam über 5,01 Meter geflogen. Beide hatten dabei noch ziemlich Luft über der Latte und die Erwartung auf größere Höhen war geweckt. Doch dann war die Luft raus. Krubally riss drei Mal die anschließenden 5,11 Meter – Schober ließ aus und steigerte gleich auf 5,31 Meter. „5,30 Meter sind die Qualifikationsnorm für die deutschen Meisterschaften“, wie Sprecher Adi Marxer den Zuschauern erläuterte. Für Dennis Schober hätte das gleichzeitig auch neue persönliche Bestleistung bedeutet. In der Halle war der Landauer dieses Frühjahr 5,20 Meter gesprungen. Und beim ersten Versuch über die neue Rekordhöhe sah Schober auch sehr aussichtsreich aus. Doch bei allen drei Versuchen fiel die Latte. Der Stadionrekord im Weisenbacher Sennel blieb somit bei 5,12 Meter bestehen. Den Sieg in der Männerwertung holte sich währenddessen Lamin Krubally. Er hatte die 5,01 im zweiten Versuch übersprungen, Schober im dritten.
Den Wettkampf der Jugendklasse U20 entschied Kai Winnemann (MTG Mannheim) mit 4,31 Meter für sich. Auch in U18 ging der Sieg an einen Mannheimer, die von Wladimir Ryzih, dem Vater der besten deutschen Stabhochspringerin Lisa Ryzih, betreut wurden. Louis Pröbste gewann mit 3,81 Meter höhengleich vor dem einheimischen Paul Stößer. Der Nordbadener hatte weniger Versuche als der Murgtäler gebraucht. Aber Stößer konnte sich trotzdem freuen: Der LAG-Springer steigerte seine persönliche Bestleistung und sah auch bei 3,91 nicht chancenlos aus. Mit etwas schmerzverzerrtem Gesicht, er war beim letzten Sprung hart auf der Latte gelandet, gab er sich kämpferisch: „Da geht noch etwas. Nächste Woche springe ich bei den Kreismeisterschaften in Gernsbach, dann zwei Tage später bei den Landesmeisterschaften in Ulm.“
Die Nachwuchsspringer hatten den Wettkampf mit einigen Bestleistungen eröffnet. In der Klasse U16 gewann Lion-Jerome Tür (LG Neckar-Enz) mit guten 3,51 Meter, in U14 Noel Föllinger (VfL Bellheim) mit 3,01 Meter. In den weiblichen Klassen erzielte Katharina Schuster (ASV Landau) mit 3,31 Meter die größte Höhe. U16-Siegerin Rebekka Berlin (LC Haßloch) überquerte 3,11 Meter. Lisa-Elena Durian (Neckar-Enz) sprang bei den Juniorinnen 2,91 Meter. Die Wertung U20 entschied Johanna Berlin mit 2,71 Meter für sich, die Klasse U18 Sarah Haug (LG Neckar-Enz) mit 2,51 Meter. In U14 setzte sich Ronja Walthaner (ASV Landau) mit 2,31 Meter durch.
Auch die Kugelstoßer konnten mit einigen Bestleistungen aufwarten. Für Bodo Göder (SR Yburg Steinbach) wurde es zwar nichts mit den 19 Metern, aber immerhin konnte er seine Saisonbestweite auf 18,70 Meter steigern und belegt jetzt Platz zehn in der aktuellen deutschen Rangliste der Männer. In Weisenbach kam ihm keiner zu nahe: Jan Jurkoweit (LC Breisgau) schaffte 15,04 Meter und Altmeister Volker Maier (Steinbach; M40) freute sich über 12,46 Meter.
Noch mehr freute er sich allerdings für seinen Schützling Josefa Metzinger. Die U18-Athletin steigerte ihre Bestleistung mit der 3-Kilo-Kugel um über einen halben Meter und schaffte mit starken 14,08 Meter zum ersten Mal einen Stoß über die 14 Meter-Marke. Da hatte auch Vanessa Kobialka (TV Iffezheim) das Nachsehen, die sich mit 13,74 Meter und Rang zwei zufrieden geben musste. Bei der Jugend U20 stieß Antonia Seydel (Steinbach) mit der 4-Kilo-Kugel ebenfalls Rekord und verbesserte sich mit ihren 12,71 Metern auf Platz zwölf der deutschen Jugendbestenliste. Bei der männlichen Jugend U20 wuchtete Marco Nitsch (SV Schapbach) seine 6-Kilo-Kugel zum ersten Mal über die 15-Meter-Marke und steht mit 15,27 Meter jetzt auf Platz acht der deutschen Bestenliste.
(rawo)