Ariane Friedrich knackt Henkels Meetingrekord – Blanka Vlasic auch
Das Highlight des Abends und das grandiose Finale war der Hochsprung der Frauen. Hier kam es zum erwarteten Zweikampf zwischen der Deutschen Ariane Friedrich und der Kroatin Blanka Vlasic. Dabei setzte sich Friedrich mit einer Höhe von 2,05 m gegen die Weltmeisterin durch. Damit stellte Friedrich eine neue Weltjahresbestleistung und einen neuen Meeting-Rekord auf.
Auch Konkurrentin Vlasic übersprang die 2,05 m, benötigte aber einen Versuch mehr und kam so hinter Friedrich auf Platz Zwei. Ariane Friedrich nach ihrem Sieg: „Ich bin gerade in guter Form. Und ich wusste, dass ich heute gut springen kann. Nach 2,07 m braucht man nicht fragen, ich bin ja keine Maschine. Mit der Anlage in der Halle bin ich sehr gut zurecht gekommen. Die Atmosphäre war einfach großartig“.
Bei den 60m Hürden der Frauen gewann die US-Amerikanerin Lolo Jones souverän mit 7,82 sec vor der Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep. Es war gleichzeitig neue Weltjahresbestleistung. „Vor der ersten Hürde war ich sehr aufgeregt, weil ich am Freitag in Düsseldorf dort ja gestrauchelt war. Ich bin gestern in Karlsruhe angekommen und die Physiotherapeuten haben eine fantastische Arbeit geleistet. Dadurch war mein Start nicht in Gefahr. In Karlsruhe zu starten ist einfach fantastisch, die Bahn ist schnell und die Zuschauer sind unglaublich“, bemerkte Jones nach ihrem Sieg.
Alexander Straub setzte sich beim Stabhochsprung der Männer mit deutscher Saisonbestleistung von 5,76 m vor Fabian Schulze, der mit der EM-Norm von 5,70 m Zweiter wurde, durch.
Die 1500m der Männer entschied der Franzose Mehdi Baala für sich. Er lief mit 3:34,71 min neuen französischen Rekord, gleichzeitig europäische Jahresbestleistung. Der Kenianer Wilfred Bungei belegte bei den 800m der Männer mit einer Zeit von 1:47,02 min den ersten Platz. Zweiter wurde Ismail Ahmad Ismail aus dem Sudan.
Bei den 300m der Männer setzte sich der Kanadier Tyler Christopher vor den beiden Deutschen Thomas Goller und Simon Kirch mit einer Zeit von 32,75 sec durch. Christopher war mit seiner Leistung jedoch nicht zufrieden. „Ich wäre heute gerne persönliche Bestzeit gelaufen. Die ersten 100m waren jedoch einfach zu langsam und daher bin ich gescheitert“, bemängelte er.