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Herbstarbeitstagung Leichtathletikkreis Schwarzwald – Baar 2018
  19.11.2018


Ein Rückblick über die Ergebnisse des abgelaufenen Wettkampfjahres sowie die Planung für die Saison 2019 standen im Mittelpunkt der Arbeitstagung, die der Leichtathletikkreis Schwarzwald-Baar in Brigachtal abhielt. Die Wettbewerbe „Jugend trainiert für Olympia“ für die Grundschulen und die weiterführenden Schulen sowie der Kreisvergleichskampf der Schüler, die jeweils im Donaueschinger Anton-Mall-Stadion ausgetragen wurden, brachten den lokalen Organisatoren um Regina Kessler hohes Lob. Kampfrichter und Helfer aus den Kreisvereinen leisteten im Team Hervorragendes. Einmal mehr bestand zum Thema Kinder-Leichtathletik (KILA) großer Diskussionsbedarf.

In sportlicher Sicht gab es in der vergangenen Saison einmal mehr Topergebnisse bei höheren Veranstaltungen auf Verbands- und nationaler Ebene durch Kreisathleten. Bei den Senioren glänzten die Villingerin Natascha Wolf, die Hammerwerferin Luzia Burgbacher aus Furtwangen, Maik Arendt von der LG Baar/LV Donaueschingen sowie mehrere Langstreckenläufer vom FC Alemannia Unterkirnach bei nationalen und sogar internationalen Meisterschaften.  Im Nachwuchsbereich überzeugten einmal mehr die Donaueschinger LG Baar-Athleten Sina Kaufmann, Marcel Willmann, Emanuel Molleker und Carina Rothweiler sowie die Villinger Kaderathleten Adrian Engstler, Manuel Gundelsweiler und Tim Assmann. Sehr gut schlugen sich die Schülerinnen und Schüler der Altersklassen U16 und U14 beim Kreisvergleichskampf in Donaueschingen gegen die Vertretungen des Oberrheins, Hegau-Bodensee, Freiburg, Emmendingen und Neustadt. Das abschließende Kreisfinale Anfang Oktober in Villingen brachte trotz des späten Termins noch einmal eine Serie von Saisonbestleistungen.  Beim Kreistag am 13. März des kommenden Jahres sollen die erfolgreichsten Sportler des Kreises besonders geehrt werden.
Bei der Aufarbeitung der Veranstaltungen auf Kreisebene kann seit Jahren bei fast allen Altersgruppen mit Ausnahme der Jüngsten eine leichte Abnahme der Teilnehmerzahlen festgestellt werden. Andererseits ist der Trainingsbesuch bei den meisten Vereinen recht gut, mancherorts kann man vor allem bei den Jüngeren von einem kleinen „Boom“ sprechen. Letzteres ist auch als Beweis zu deuten, dass die Leichtathletik mit ihren vielseitigen Angeboten sich als ideale Grundsportart eignet, die für die sportliche Laufbahn wertvolle Impulse gibt.
Einen Lichtblick gab es im Bereich des Schulwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia (auch als Kreisjugendsporttag ausgetragen). Fast 1000 Schüler nahmen im Sommer an den beiden Terminen im Donaueschinger Anton- Mall-Stadion teil. Hier erwiesen sich die tatkräftige Unterstützung des Landkreises und die Talentförderung der Sparkasse sowie die mustergültige Vorbereitung durch das Schulamt einmal mehr als Garant für attraktive Veranstaltungen. Besonderer Dank ging an Bernd Jäger, der fast drei Jahrzehnte lang für die Organisation hauptverantwortlich war. Uwe Sickeler hat seit geraumer Zeit seine Arbeit im Schulamt übernommen. Jäger soll mit einer besonderen Ehrung vom Kreistag im Frühjahr verabschiedet werden.  Der langjährige Kassenwart Fritz Münch soll bei dieser Sitzung ebenso geehrt werden. Er war im Frühjahr aus dem Vorstand ausgeschieden und übergab die Kassenführung an Elke Kritzer von der DJK Villingen. 
Kooperationen mit anderen Kreisen und Bezirken haben sich seit Jahren bewährt. Diese bestehen seit Jahren mit der neu belebten Regio sowie dem Kreis Neustadt durch die gemeinsame Austragung von Meisterschaften. Auch andere Aufgaben wie zum Beispiel die Talentförderung, die Lehre und das Kampfrichterwesen werden gemeinsam angegangen. In Donaueschingen konnten bei einer Ausbildungsveranstaltung eine Reihe von lizensierten Kampfrichtern ihre Lizenzen erhalten. Im kommenden Frühjahr wird die obligate Fortbildung in Freiburg wieder angeboten.  Bei der Kampfrichtertagung am 08.12.2018 in Sindelfingen vertreten Dirk Fricker (LVD) und Sportwart Günter Steiner den Kreis. Bei der Verbandratstagung in einer Woche in Steinbach sind Carol Reichel -DeVack und Günter Steiner die Delegierten.
In der Löffinger Leichtathletikhalle wird für die besten Nachwuchsathleten ein Stützpunkttraining angeboten. Es findet ab Dezember jeweils samstags um 13 Uhr statt. Weit- und Hochsprung stehen auf dem Programm bei der jährlichen Fortbildungsveranstaltung, die am 5. Januar in Löffingen angeboten wird.
Seit Jahren sucht man nach einer Möglichkeit, eine neue elektronische Zeitmessanlage zu finanzieren. Spätestens in zwei Jahren werden Messungen mit dem alten Imhof- Gerät nicht mehr vom Verband anerkannt. Eine Neuanschaffung einer vorgeschriebenen modernen Anlage dürfte knapp 20.000 Euro erfordern. Der Villinger Tobias Graf stellte das Modell Fundraising vor, das die Finanzierung über Spenden ermöglichen soll. Er wird die Steuerung der Beschaffung federführend in die Hände nehmen. Start der Spendenaktion soll Mitte Februar 2019 sein. Wichtig ist, dass alle Vereine mithelfen und Werbung machen. Aktuelle Kostenvoranschläge werden von Brita Krebs eingeholt. Vom Verband erhofft man sich Hilfe bei der Auswahl des geeigneten Geräts, das sich bereits in mehreren Kreisen bewährt hat. Ein weiterer Vorteil einer gemeinsamen Beschaffung mit anderen Kreisen wäre eine gegenseitige Hilfe bei der Betreuung der Anlage, wenn sachkundige Auswerter mal nicht zur Verfügung stehen.
Immer wieder wird die Diskussion angefacht über das Wettkampfangebot für die Jüngsten. Nicht wenige Landesverbände und auch zahlreiche Vereine bevorzugen die klassischen Einzeldisziplinen 50m Lauf, Weitsprung und Ballwerfen und den aus diesen Übungen bestehenden Dreikampf. Die seit einigen Jahren flächendeckend eingeführte Kinder-Leichtathletik (KILA) setzt auf abwechslungsreiche Formen des Laufens, Springens und Werfens, die in Mannschaftsform durchgeführt werden. Sie erfordern aber in der Regel größeren organisatorischen Aufwand und Einsatz von mehr Geräten. In der Jugendversammlung des Verbandes und der eine Woche später anberaumten Ratssitzung soll über den weiteren Weg diskutiert werden.