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Reichlich Edelmetall für Nachwuchs bei Jugend-Hallenmeisterschaften
  16.02.2020 •     WLV , Top-News WLV , Jugend , BLV , BW-Leichtathletik , Top-News BW-Leichtathletik , Leistungssport


Sieben Goldmedaillen, fünfmal Silber und vier Bronzemedaillen gewinnen unsere Athleten bei den Hallen-Titelkämpfen der U20 in Neubrandenburg – die weibliche und männliche Staffel der LG Region Karlsruhe sichert sich jeweils Silber im Wettbewerb der Aktiven.

Die Erfolgsbilanz der Nachwuchsathleten und Athletinnen aus Baden-Württemberg kann sich sehen lassen! Vor allem in den technischen Disziplinen und im Lauf standen unsere Sportler auf dem Podest. Auch das Leistungsverhältnis zwischen beiden Geschlechtern ist ausgewogen, wobei die Mädels mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille mehr im Gepäck die Heimreise antraten.

Weibliche Jugend

Am ersten Wettkampftag setzte sich Antje Pfüller von der LG Region Karlsruhe über 3.000 Meter gegen die Titelverteidigerin Blanka Dörfel (LC Cottbus) durch. Gleich zu Beginn des Rennens trennte sich eine Vierergruppe gleich vom Feld ab und sorgte für reichlich Tempo. Die EYOF-Siegerin von 2019 forcierte ihr Rennen und konnte sich auf den letzten zwei Runden souverän mit einer Bestleistung von 9:21,65 Minuten durchsetzen. Für die Zweitplatzierte Blanka Dörfel reichte es ebenfalls zu einer Bestzeit von 9:25,49 Minuten, die Silber wert war.

Franca Arnold vom SSV Ulm 1846 schleuderte ihren Speer am Samstag zu Gold im Wettbewerb der weiblichen Jugend U18. Die Mehrkämpferin hatte Anfang Februar noch für die Mannschaft den Fünfkampf der Hallen-DM bestritten und war Zwölfte geworden. Im Winterwurf konnte sie in ihrer Paradedisziplin glänzen. Mit neuer Bestleistung von 47,50 Metern holte die 17-Jährige den Titel. "Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Bedingungen waren soweit gut", befand sie. "Ich wäre schon mit einer Medaille zufrieden gewesen. Dass es Gold geworden ist – da bin ich jetzt sprachlos."

Zwei Siegerinnen und zwei dritte Plätze waren das Ergebnis eines spannenden Hochsprung-Wettkampfes. Julia Küppers (TV Angermund) und Alisha Pawlowski (LG Tuttlingen-Fridingen) meisterten als einzige die Höhe von 1,78 Metern. Alisha Pawlowski versuchte sich danach nur noch einmal (vergeblich) über 1,81 Meter. "Ich bin zunächst nur schwer in den Wettkampf reingekommen. Ich war mit dem Ergebnis zufrieden und habe wegen einer entzündeten Sehne auf weitere Versuche verzichtet", sagte die Athletin von Franz Saile, die zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass sie genau die gleiche Anzahl an Fehlversuchen hatte und daher ebenfalls den Gold-Rang holte.

Den vierten Titel gewann Mikaelle Assani von der LG Region Karlsruhe im Weitsprung. Am zweiten Wettkampftag kam es zu einem "Weitsprungkrimi" in der weiblichen Jugend U20. Die Athletin von Udo Metzler hatte sich mit ihrem letzten Versuch den Titel im Weitsprung gesichert. Mikaelle lag lange in Führung und wurde zwischenzeitlich von Anika Nießen mit einem Versuch von 6,12 Metern auf den zweiten Platz verdrängt worden. Mikaelle Assani bewies Nervenstärke und sprang stattdessen mit 6,35 Metern eine Weite, die nur einen Zentimeter unter ihrer Freiluft-Bestleistung lag. "Es war schon viel Druck da. 2017 gab es schon mal diese Situation mit Anika. Da war sie es, die dann den Wettbewerb mit ihrem letzten Versuch entschieden hat",so die Karlsruherin.

Schon um 9:30 Uhr waren es die U18-Hammerwerferinnen gewesen, die Tag zwei des Winterwurfs eröffnet hatten. Im regennassen Ring taten sie sich schwer, den 3-Kilo-Hammer regelkonform ins Feld zu bringen, der Wettbewerb war geprägt von einer Serie ungültiger Versuche. Die 60-Meter-Marke, die zuvor drei der Teilnehmerinnen schon teils deutlich überboten hatten, fiel erst im allerletzten Wurf: 60,01 Meter bescherten Mitfavoritin Aileen Kuhn (LAZ Ludwigsburg) bei ihrem Saison-Einstieg den Titel. Die ein Jahr jüngere Jada Julien (LAC Erdgas Chemnitz), die sich in diesem Winter auf 65,10 Meter steigern konnte, musste sich mit 59,77 Metern zufriedengeben, Rang drei ging für 58,29 Meter an Yvette Dounia (LG Nord Berlin; 58,29 m).

Silbermedaillengewinnerinnen:
Anna Schall (LG Tuttlingen-Fridingen; 2:12,25 m) 800 Meter
Ruth Hildebrandt (MTG Mannheim; 12,58 m) Dreisprung

Bronzemedaillengewinnerinnen:
Fehintola Oladejo (MTG Mannheim; 12,54 m) Dreisprung
Stella Rubrech (WGL Schwäbisch-Hall; 3,90 m) Stabhochsprung
Milaine Ammon (LG Staufen; 13,93 m) Kugelstoßen

Männliche Jugend

Der Titel über die 3.000 Meter ging auch wie, schon bei der weiblichen Jugend, nach Baden-Württemberg. Paul Specht vom VfL Sindelfingen sicherte sich souverän in 8:31,15 Minuten den Sieg. Auf den ersten zwei Kilometern hatte sich der 17-Jährige noch dezent zurückgehalten, ehe er die Initiative ergriff und sich an die Spitze des Feldes setzte. Seinem flotten Schritt konnte ledigich Ole Grot (TSG Bergedorf) noch ein paar Meter folgen, ehe er langsam abreißen lassen musste. Für ihn gab es Silber in 8:32,03 Minuten, Bronze sicherte sich Paul Feuerer (LAC Passau; 8:36,03 min)

Sogar über die 60-Meter-Marke segelte in der männlichen U18 der 1,5-Kilo-Diskus von Tizian Noah Lauria (LG Filder) – und das gleich zweimal! Mit 60,35 Metern und mehr als zwei Metern Vorsprung auf Mika Sosna (TSG Bergedorf; 58,06 m) holte er sich etwas überraschend die Goldmedaille – auch weil ein Mitfavorit patzte: Steven Richter (LV 90 Erzgebirge), mit einer Bestmarke von 60,65 Metern angereist, brachte am Samstag keinen gültigen Versuch zustande.

Silbermedaillengewinner:
Nicklas Sammet (MTG Mannheim; 14,77 m) Dreisprung
Eric Maihofer (LG Staufen; 18,36 m) Kugelstoßen
Nick Thumm (LAV Stadtwerke Tübingen; 59,33 m) Speer U18

Bronzemedaillengewinner:
Linus Blatz (LG Region Karlsruhe; 4:09,53 min) 1.500 Meter

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