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Ausbildung zum Sportabzeichenprüfer/-coach in Steinbach
  23.04.2018


Die Südbadische Sportschule Steinbach empfing am 11. April 2018 23 sportbegeisterte Menschen zu einer dreitägigen Fortbildung, die bislang in Deutschland einzigartig ist. Am Ende stand die erfolgreiche Ausbildung zum Sportabzeichenprüfer und/oder -coach. Was uns diese drei Tage abverlangen würden, hatte ich mir vorher allerdings nicht vorstellen können.

 

Seit einigen Jahren bin ich nun schon selber Teilnehmer beim Deutschen Sportabzeichen. Selbst in diesem vergleichsweise kurzen Zeitraum kann ich ein gesteigertes Interesse feststellen. „Unser“ Team macht die Abnahme nun schon seit geraumer Zeit, hat also schon eine gewisse Routine, wird mitunter aber von der schieren Menge an Prüfwilligen überrollt. Zeit also hier für Unterstützung zu sorgen. Drei Menschen inkl. mir haben sich daher entschieden, vom reinen Teilnehmer- zum Prüferlager zu wechseln. Obwohl es auch kürzere Lehrgänge rein für die Prüftätigkeit beim Sportabzeichen gibt, hat uns das Angebot der „Prüfer und Coach“-Ausbildung neugierig gemacht. Also haben wir uns für diesen Kurs entschieden und waren reichlich gespannt, was uns dort erwartet.
Nach Anmeldung und Zimmerbezug treffen wir uns mit 20 weiteren Teilnehmern im Seminarraum. Das deutsche Sportabzeichen soll den Breitensport attraktiver machen. Das scheint zu gelingen. Alle Altersgruppen zwischen den Zwanzigern und Mid-Siebzigern sind vertreten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht es los. Wir tauchen ein in drei Tage gut gemischter Theorie und Praxis. Kurzweilige Theoriestunden in denen Aspekte des Coachings und Aufgaben des Prüfers vermittelt wurden und in denen ein Austausch von Beispielen, Geschichten und Best Practices aus der „realen“ Welt stattfinden konnte.
Im Theorieteil wurden dabei nicht nur generelle Aspekte zum Sportabzeichen besprochen. Vielmehr wurde besonderen Wert auf sporttheoretische Punkte gelegt, die für das Training und das Aufwärmen vor der Abnahme relevant und hilfreich sind. Einen besonderen Schwerpunkt markierte auch das Thema „Deutsches Sportabzeichen mit behinderten Menschen“.
Für die praktischen Übungen ging es dann in Halle und auf den Sportplatz. Aufwärmübungen, Trainingseinheiten zur Verbesserung der Schnelligkeit und Koordination sowie die mehrstufige Heranführung an die zu absolvierenden Disziplinen ließen keine Wünsche offen, um im späteren Sportabzeichen-Alltag einen Strauß an Möglichkeiten für die Teilnehmer parat zu haben. Neben den Themen die für den Coach wichtig sind, wurden auch interessante Punkte für den Prüfer durchgenommen, wie beispielsweise das richtige Messen und Strategien, um Messfehler zu vermeiden. Insgesamt war die Mischung derart ausgewogen, dass keine Gruppe hier benachteiligt oder gelangweilt gewesen wäre.
Die Abschlussdiskussion hat gezeigt, dass diese Fortbildung einen Nerv getroffen hat. Es gab lediglich den Wunsch ein zusätzliches Thema mit in die Ausbildung aufzunehmen. Aber Format und Umfang sind auch von den Teilnehmern als „perfekt“ bezeichnet worden, die angetreten sind, um Prüfer zu werden. Ich für meinen Teil bin durch den Kurs motiviert worden, meinen Weg nicht beim Prüfer enden zu lassen. Stattdessen suche ich bereits eine geeignete Weiterbildung um den Coach-Anteil vollständig nutzen zu können. Eine C-Trainer Lizenz scheint nun die sinnvollste Option. Dafür und für die souveräne Durchführung möchte ich im Namen der gesamten Teilnehmergruppe den Herren Finkenzeller, Kurz und Heiler sowie Myriam Hanser danken.

Thorsten Schneider (blog.thorsten-schneider.org)