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Dienstag 23. Januar 2018  ::  16:36
ARGE BWBLV

Müller, Nippgen und Skupin-Alfa überzeugen auf der Hallenrunde

Von:Thorsten Eisenhofer

Die Doppelsiege über die Sprintstrecken von Raphael Müller (VfB Stuttgart 1893), Lisa Nippgen (LAZ Ludwigsburg) und Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg) bestimmten den zweiten Tag der baden-württembergischen Hallenmeisterschaften in Mannheim. Alle Drei ließen ihrem 60-Meter-Titel am Sonntag den Erfolg über 200 Meter folgen.

Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg)

Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg) war dann doch etwas außer Puste nach seinem 200-Meter-Sieg in der U20. Der 18-Jährige musste sich erst einmal kurz setzen und Luft holen. 21,78 Sekunden hatte er auf die Bahn getrommelt. Auf die nicht ganz so geliebte Hallenbahn, kann man sagen. "Ich komme mit den engen Radien in der Halle nicht so klar", erzählte der Staffel-Europameister: "Ich kann da meinen natürlichen Schritt nicht so entfalten." Er war aber zufrieden, hatte sich gegenüber seinem Saisoneinstieg eine Woche zuvor an gleicher Stelle um rund zwei Zehntelsekunden gesteigert.

Die Konzentration in der Hallensaison, mit dem Höhepunkt Deutsche Jugendmeisterschaften in Halle/Saale (24./25. Februar), gilt auch eher den 60 Metern. 6,90 Sekunden ist er bei den Landesmeisterschaften dieses Wochenende gesprintet. Es fehlt nicht mehr viel zu seiner Bestzeit (6,86 sec). Mit 6,88 Sekunden war er vergangenes Wochenende eingestiegen. Noch würden im Wettkampf nicht alle Komponenten zusammenpassen, sagt er. „Eine tiefe 6,80 oder sogar 6,70er Zeit würde ich gerne laufen diesen Winter“, meint Skupin-Alfa.

Bestzeiten für Raphael Müller und Lisa Nippgen
Männersieger Raphael Müller lief in 21,40 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit auf der Hallenrunde. „Ein bis zwei Zehntelsekunden würde ich mich in der Hallensaison gerne noch steigern“, sagt der Doppelmeister. Über 60 Meter hatte er etwas den Start verschlafen, es hatte trotzdem zum Titel gereicht. Er lief dieselbe Zeit wie eine Woche zuvor beim Meeting in Mannheim, 6,85 Sekunden.

Bei den Deutschen Meisterschaftenin Dortmund (17./18. Februar) will er sich auf die 200 Meter konzentrieren. „Eine Finalplatzierung sollte drin sein“, sagt der Sprinter vom VfB Stuttgart, der im Freien auf der halben Stadionrunde die EM-Norm laufen möchte.

Das Sprint-Double über 60 und 200 Meter bei den Frauen holte Lisa Nippgen (LAZ Ludwigsburg). Nach ihrem Erfolg über die kurze Strecke am Samstag in 7,52 Sekunden steigerte sie sich am Sonntag über die 200 Meter auf starke 23,85 Sekunden. Die beiden Mannheimerinnen Jessica-Bianca Wessolly und Hannah Mergenthaler, die am Vortag mit der 4-x-200-Meter-Staffel der MTG den Titel gewonnen hatten, verzichteten auf einen Einzelstart über 200 Meter. Mergenthaler, die Staffel-Vize-Europameisterin der U23 erzählte, dass sie wohl nur wenige Starts in der Halle absolvieren werde.

Christopher Kessler bester Mittelstreckler
Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe), der am ersten Tag der Titelkämpfe über die 1.500 Meter (3:51,37 min) erfolgreich gewesen war, gelang am Sonntag der Mittelstrecken-Doppelsieg. Zwar hatte er hatte am Samstag angekündigt, über 800 Meter gegebenenfalls nach 600 Metern auszusteigen. Dann aber zog er von der Spitze laufend durch, setzte sich auf den letzten 200 Metern von der Konkurrenz ab – und siegte in 1:50,37 Minuten vor seinem Teamkollegen Holger Körner (1:51,41 min).

Der Team-Europameister war erst wenige Tage vor den Meisterschaften aus dem Trainingslager zurückgekommen, er hätte sich in Mannheim mehr Konkurrenz gewünscht. „Ich hatte schon gehofft, dass über 1.500 Meter zum Beispiel ein Marcel Fehr läuft.“ Die 800 Meter der Frauen gewann seine Vereinskollegin Jana Reinert in neuer Hallen-Bestleistung von 2:08,61 Minuten.

Im Hochsprung der Männer war Martin Günther (VfB Stuttgart) ohne Konkurrenz. Der U18-Weltmeister von 2003 siegte mit 2,14 Metern. Im dritten Versuch wackelte die Latte bedenklich, blieb aber liegen. Die anschießenden Versuche über 2,18 Meter sahen zum Teil gar nicht schlecht aus. Die Hürden-Titel der Männer und Frauen gingen an Niklas Rippon (VfL Sindelfingen; 8,32 sec) und Sabrina Lindenmayer (VfL Sindelfingen; 8,49 sec) sowie in der U20 an Stefan Volzer (VfB Stuttgart; 7,92 sec) und Lisa-Marie Oechsle (LG Filstal; 9,15 sec).

Zum Bericht von Thorsten Eisenhofer auf www.leichtathletik.de

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