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Montag 14. August 2017  ::  10:30
ARGE BWBLV

Johannes Vetter gewinnt WM-Gold

Johannes Vetter von der LG Offenburg hat am Samstagabend (12. August) das Speerwurf-Finale bei der WM in London gewonnen. Der 24-Jährige beförderte seinen Speer zweimal in Richtung 90-Meter-Marke. Damit ging vier Jahre nach dem WM-Sieg von Christina Obergföll in Moskau erneut ein WM-Titel nach Offenburg.

Holte sich einen guten 8. Platz im Speerwurf-Finale: Andreas Hofmann von der MTG Mannheim
Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart) erzielt als Vierte ihr bislang bestes internationales Ergebnis
Nadine Gonska (ganz rechts) und Hannah Mergenthaler (2. v. links) holten in London Platz 6 mit der DLV-Staffel über 4x400 Meter
Ricarda Lobe (MTG Mannheim) schaffte es bis ins WM-Halbfinale

Bereits in der Qualifikation am Donnerstag hatte der Offenburger seinen Konkurrenten zu verstehen gegeben, dass der Weg zum WM-Titel nur über ihn führt. Mit 91,20 Metern legte er den weitesten Wurf in einer WM-Qualifikation aller Zeiten vor. Auch im Finale ließ Johannes Vetter keinen Zweifel an seinen Titelambitionen. Gleich im ersten Versuch kam er mit 89,89 Meter ganz dicht an die 90 Meter-Marke und ließ im folgenden Versuch mit 89,78 Metern nochmals eine ähnliche Weite folgen.

Die Spannung blieb bis zum Schluss. Der Tscheche Jakub Vadlejch kam mit 89,73 Metern bis auf 16 Zentimeter an Vetter heran. Gold aber war Johannes Vetter am Ende nicht mehr zu nehmen.

Der dritte DLV-Starter Andreas Hofmann (MTG Mannheim) konnte sich im letzten Versuch auf 83,98 Meter steigern und trug mit Rang acht zum stärksten Abschneiden eines DLV-Trios in einem WM-Speerwurf-Finale bei.

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Zum Interview mit Johannes Vetter "Ich bin stolz wie Bolle"

Marie-Laurence Jungfleisch gute Vierte

Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart) floppte im Hochsprung-Finale über 1,95 Meter und sicherte sich mit Rang vier ihr bestes internationales Resultat. Die ersten drei Höhen des Hochsprung-Finales nahm Marie-Laurence Jungfleisch im ersten Versuch. Dazu zählten auch die 1,92 Meter, die in der Qualifikation beim dritten und letzten Sprung erheblich gewackelt hatten und mit Glück liegen geblieben waren – gleichbedeutend mit dem Final-Einzug.

Und auch über 1,95 Meter schlängelte sich die Stuttgarterin im ersten Anlauf. Wichtiger Sprung! Der ein Lächeln in ihr Gesicht zauberte. Denn nur drei weitere Athletinnen meisterten die Höhe ebenfalls auf Anhieb: Die unter neutraler Flagge startende Russin Maria Lasitskene (vormals Kuchina), die in diesem Jahr schon elf Resultate jenseits der Zwei-Meter-Marke ablieferte, die U20-WM-Dritte von 2016 Yuliia Levchenko (Ukraine) und Siebenkämpferin Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien).

Über die nächste Etage von 1,97 Metern zeigte Marie-Laurence Jungfleisch im dritten Versuch ihren besten Sprung. Mit dem Oberkörper hoch drüber, riss die Olympia-Siebte nur knapp mit den Beinen. Danach war klar: Rang vier – zwar keine Medaille, aber ihr bestes internationales Resultat.

Quelle: www.leichtathletik.de
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4x400m-Staffel mit Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler erkämpft sich Rang sechs

Tapfer schlug sich die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen: Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg), Laura Müller (LC Rehlingen), Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler (beide MTG Mannheim) brachten den Stab als sechstes Team in 3:27,45 Minuten ins Ziel.

Es war der abschließende Wettbewerb bei der WM in London (Großbritannien) mit DLV-Beteiligung. Erstmals seit 2009 stand wieder eine 4x400 Meter Staffel der Frauen in einem WM-Finale. Mit einem lautstarken "Auf geht´s Ruth" machten sich Svea Köhrbrück (SCC Berlin) und Lara Hoffmann (LT DSHS Köln), die nicht im Finale zum Einsatz kamen, von der Tribüne aus bemerkbar, als die Finalistinnen in den Startblock gingen. Und Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg) lief anschließend eine gute Runde. An Position zwei kam die genesene Laura Müller (LC Rehlingen) nach ihrem krankheitsbedingt verpassten Einzelstart noch einmal zum Einsatz und übergab das Staffelholz als Vierte an Nadine Gonska (MTG Mannheim).

Mit einem schnellen Anfangstempo zogen Nigeria und Frankreich vorbei und machten sich vor der DLV-Athletin breit, die deshalb nicht mehr zum Endspurt ansetzen konnte. Bei ihrem Debüt auf ganz großer Bühne trug dann Hannah Mergenthaler (MTG Mannheim) das Staffelholz als Sechste ins Ziel . Die 20-Jährige verausgabte sich so sehr, dass sie danach minutenlang auf dem Boden lag.

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Carl Dohmann überzeugt mit Platz 10 und Badischem Rekord im 50km Straßengehen

Auf der Strecke vor dem Buckingham Palast erreichte Carl Dohmann Platz zehn, steigerte dabei seine Bestzeit deutlich und stellte gleichzeitig einen neuen Badischen Rekord auf. Der Athlet des SCL-Heel Baden-Baden ging das Rennen etwas zurückhaltend an und arbeitete sich dann immer weiter nach vorne. Am Ende enterte er sogar die Top Ten. Nachdem der 27-Jährige bei seinem WM-Debüt vor zwei Jahren in Peking (China) und bei Olympia in Rio de Janeiro (Brasilien) jeweils nicht ins Ziel kam, steigerte er seine Bestzeit (3:47:57 h) diesmal um knapp drei Minuten und wurde Zehnter (3:45:21 h). In der ewigen DLV-Bestenliste rückt er damit von Position zehn auf Position sieben nach vorne.

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Ricarda Lobe hatte über ihre Vorlauf-Zeit in 13,08 Sekunden knapp den Einzug in die Runde der besten 24 Hürdensprinterinnen der Welt geschafft. Weiter ging es für die Athletin von der MTG Mannheim nicht, aber sie ließ noch einmal sieben Athletinnen in der Endabrechnung aller Halbfinals hinter sich. In ihrem Rennen wurde sie in 13,11 Sekunden Sechste. Mit Platz 17 feierte sie eine gelungene Premiere auf der großen internationalen Bühne.

Für die Olympia-Halbfinalistin von Rio Nadine Hildebrand (VfL Sindelfingen; 13,14 sec) war nach Verletzungsrückschlägen in der Saisonvorbereitung in London diesmal schon im Vorlauf Endstation.

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Mit großen Hoffnungen auf eine gute Platzierung ist Zehnkämpfer Mathias Brugger vom SSV Ulm 1846 nach London gefahren. Leider musste er den Mehrkampf aber bereits vor der fünften Disziplin wegen Knieproblemen beenden.


 
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