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Samstag 06. Juli 2013  ::  20:38
BLV
Mittelbadische WM-Teilnehmerinnen verabschiedet

Anne Klebsch und Saskia Kossmann starten in Donetsk

Wenn am Sonntag um 11.25 Uhr die Lufthansa-Maschine LH2542 vom Flughafen München in Richtung Ukraine abhebt, werden darin auch 51 junge Sportler des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) die rund 2000 Kilometer lange Reise antreten. Die Stars von Morgen sind dann auf dem Weg zur U18-Weltmeisterschaft, die vom 10. bis 14. Juli in Donetsk stattfindet. Mit an Bord werden auch zwei Nachwuchs-Talente aus Mittelbaden sein: Hochspringerinnen Anne Klebsch von der TG Ötigheim und Weitspringerin Saskia Kossmann vom SV Freistett / LG Ortenau Nord. Für die beiden 17-Jährigen steht die erste Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft an.

v.li. Anne Klebsch, BLV-Präsident Philipp Krämer, Saskia Kossmann
Foto: rawo

Einige Tage vor der Abreise fand in der Südbadischen Sportschule in Steinbach die Verabschiedung der beiden sprungstarken Mädchen statt. BLV-Präsident Philipp Krämer, wünschte den Athletinnen viel Glück und Erfolg. Im Gepäck hatte er neben den guten Wünschen auch ein Präsent und etwas Taschengeld. Er freute sich, dass für alle demnächst anstehenden internationalen Meisterschaften der Klassen U18, U20 und U23 Teilnehmer aus Baden vom DLV nominiert wurden. Im persönlichen Gespräch mit den beiden Talenten lobte er deren Trainingsarbeit und ihre bisherigen Erfolge, in die er auch die beiden Trainer, Volker Zahn und Peter Bergdolt, miteinbezog.

Für die jungen Springerinnen wird es am Wochenende eine kurze Nacht geben. Schon um vier Uhr morgens wird Anne Klebsch von Ötigheim aus nach Stuttgart fahren, wo sie dann auch Saskia Kossmann und die anderen Athleten aus Württemberg treffen wird. Von dort aus geht es weiter nach München, wo alle nominierten DLV-Nachwuchsstars eintreffen werden. Um 15.15 Uhr Ortszeit (14.15 Uhr MESZ) ist die Ankunft in Donetsk vorgesehen.

Anne Klebsch hat gleich am Mittwoch, dem ersten Wettkampf, ihren Einsatz. „Vormittags um 11.45 Uhr ist die Hochsprung-Qualifikation, die möchte ich auf jeden Fall überstehen“, so die Ötigheimerin. Dazu muss sie die vom Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF geforderte Qualifikationshöhe springen oder zu den besten zwölf Hochspringerinnen gehören. Die Chance dazu hat sie allemal: Bei den letzten beiden Wettkämpfen, der DLV-Jugend-Gala in Schweinfurt und der DLV-Junioren-Gala in Mannheim schaffte sie ihre diesjährige Besthöhe von 1,78 Meter jedes Mal ohne Fehlversuch. Ihre persönliche Rekordhöhe von 1,80 Meter aus dem Vorjahr soll jetzt in Donetsk fallen. Am besten dann im Finale, das am Freitagabend um 17.30 Uhr Ortszeit stattfinden wird.

Ähnliche Ziele hat auch Saskia Kossmann. Die Weitspringerin hat eine Bestleistung von 6,21 Meter. Die Qualifikation am Samstag (11.10 Uhr) überstehen und „am besten gleich im ersten Versuch die geforderten 6,00 Meter springen“, wünscht sich die Gymnasiastin. „Wichtig ist es, gleich von Anfang an fit zu sein, in der Quali gibt es nämlich nur drei Versuche.“ Am Schlusstag würde dann für die Ortenauerin um 15.35 Uhr das Finale anstehen. Derzeit rangiert Saskia Kossmann in der U18-Weltrangliste mit ihren 6,21 Metern auf dem siebten Platz.

Nervös sind beide Springerinnen bisher noch nicht; „Das kommt sicherlich noch wenn wir in Donetsk sind“, lachen beide. Für Saskia Kossmann gilt es die ersten Tage zu überbrücken, während die anderen schon ihre Wettkämpfe haben. „Ich werde mir die Wettbewerbe im Stadion anschauen und meine Team-Kollegen anfeuern, dann vielleicht auch ein bisschen trainieren.“ Ihr Trainer Volker Zahn hat ihr auf jeden Fall einen kleinen „Notfall-Trainingsplan“ erstellt, an den sie sich halten kann.

Der Weltverband IAAF erwartet bei den U18-Weltmeisterschaften eine Rekordbeteiligung. Gemeldet sind 1532 Nachwuchsathleten, 840 Jungen und 713 Mädchen. Zum Vergleich: In Lille (Frankreich) waren vor zwei Jahren 1322 Talente am Start. 165 Nationen entsenden ihre Athleten nach Donetsk.


Ralf Wohlmannstetter


 
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