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Dienstag 16. Juli 2013  ::  22:14
BLV
U18-Weltmeisterschaften in Donetsk

Hochspringerin Anne Klebsch Sechste

Donetsk (19.-14.07.) – Hochspringerin Anne Klebsch hat sich bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der U18-Jugendlichen in Donetsk / Ukraine bestens präsentiert: In einem spannenden Finalwettkampf, den erwartungsgemäß die Weltjahresbeste Eleanor Patterson (Australien) mit 1,88 m gewann, hat die Ötigheimerin mit Saisonbestleistung von 1,79 m als zweitbeste Europäerin den hervorragenden sechsten Platz belegt.

Anne Klebsch hat als WM-Sechste gut Lachen.
Foto: Wohlmannstetter

Die Qualifikation fand gleich am Vormittag des erstens Wettkampftages statt. 1,60 m, 1,65 m und 1,70 m schaffte die 17-jährige Mittelbadenerin ohne Probleme. Doch dann gab’s ein bisschen Zittern: Für die nächste Höhe von 1,74 m musste Anne drei Mal anlaufen. Beim dritten Sprung blieb die Latte liegen. Die folgenden 1,77 m schaffte die Ötigheimerin gleich im ersten Versuch mit Bravour. Da nur zehn Springerinnen diese Höhe schafften, wurde der Wettkampf beendet. "Ich dachte bei den 1,74 Metern schon, dass es vorbei ist. Im dritten Versuch hat aber alles gestimmt. Die 1,77 Meter waren dann einer der besten Sprünge, die ich jemals hatte", freute sich Anne Klebsch nach der Quali, die sie auf Platz drei beendet.
Im Finale am Freitagnachmittag gab es gleich bei der Einstiegshöhe von 1,65 m einen Schreckmoment, als im ersten Versuch die Latte fiel. Der zweite Sprung passte dann, ebenso der nächste über 1,70 m. Spannend wurde es dann bei 1,75 m, die Anne Klebsch erst im dritten Versuch schaffte und damit im Wettbewerb blieb. Erleichtert riss die Blondine nach ihrem erfolgreichen Satz die Arme in die Luft. Es folgten 1,79 m – Saisonbestleistung – und die schaffte die badische Hochspringerin gleich mit ihrem ersten Versuch, was die nur 1,72 m große Springerin gleich wieder zum Jubeln brachte. Damit katapultierte sie sich auf Platz fünf, da nur fünf Springerinnen diese Höhe im ersten Durchgang überquerten, und hatte plötzlich überraschend sogar eine Medaille in Reichweite. Doch die folgenden 1,82 m, zwei Zentimeter höher als ihre persönliche Bestleistung aus dem Jahr 2012, waren dann aber noch zu hoch. Die Italienerin Erika Furlani schaffte diese Höhe im dritten Versuch und schob sich an Klebsch vorbei als beste Europäerin auf den Silberplatz. Für die Ötigheimerin bedeutete das in der Endabrechnung Rang sechs. Die Bronzemedaille ging mit 1,79 geteilt nach Südafrika und Marokko, Rang fünf belegte eine Brasilianerin.
Trotzdem war der sechste Platz aus deutscher Sicht eine der Überraschungen der U18-WM, denn Anne Klebsch gehörte vor der WM in der U18-Weltjahresbestenliste nicht einmal zu den Top 20. “Sechster Platz bei einer Weltmeisterschaft, das ist super“, freute sich Anne Klebsch dann auch nach dem Wettkampf. „Wenn ich aber die 1,82 Meter gesprungen wäre, selbst im dritten Versuch, dann hätte das für eine Medaille gereicht. Ich hätte aber gar nicht gedacht, so nah an eine Medaille heranzukommen. Mein Ziel war es, unter die ersten Zehn zu kommen. Nachdem ich den Zweiten bei 1,75 Meter gerissen habe, dachte ich wie in der Quali bei den 1,74 Metern, dass es vorbei ist. Das war wieder Nervenkitzel pur. Ich kann jetzt aus Donetsk mitnehmen, dass man es auch im dritten Versuch schafft, wenn man es wirklich will. Man darf nicht den Kopf hängen lassen.“
Nicht ins Finale kam dagegen Weitspringerin Saskia Kossmann. Die Athletin der LG Ortenau Nord musste bis zum vorletzten Wettkampftag warten, um ihre Qualifikation zu bestreiten. Doch sie kam überhaupt nicht in den Wettkampf rein. Nach einem ungültigen Sprung, erzielte sie im zweiten Versuch 5,75 m, fast einen halben Meter weniger als ihre Bestweite von 6,21 m. Auch der dritte Sprung war wieder ungültig. Die geforderten 6,00 m schafften genau zwölf Springerinnen. "Ich hatte mir mehr erwartet. Ich war als Siebtbeste angereist. Der Anlauf hat aber überhaupt nicht gepasst", sagte Saskia nach ihren 5,75 Metern, die diesen Versuch sogar mit links sprang: "Damit ich einen stehen habe. Normalerweise springe ich mit rechts."

Ralf Wohlmannstetter


 
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