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Montag 28. Januar 2013  ::  19:20
BLV
- Partner seiner Vereine - Erste Gesprächsrunden in Karlsruhe und Offenburg

Kampfrichterproblematik und Athletenschwund Schwerpunktthemen

Karlsruhe / Offenburg (17./24.01.) – Gut besuchte Räumlichkeiten fanden die BLV-Verantwortlichen um Präsident Philipp Krämer bei den ersten beiden Gesprächsrunden in Karlsruhe und Offenburg vor. Der Präsident hatte die Mitarbeiter aus den Kreisen und Vereinen, Trainer, Athleten und andere Interessierte eingeladen, um aktuelle Sachfragen vorzustellen, aber auch um zu hören was die „Basis“ drückt und ob und wie der Verband dabei behilflich sein kann.

In Karlsruhe (links) und Offenburg fanden die ersten gut besuchten Gesprächsrunden statt.
Fotos (2): Wohlmannstetter

Philipp Krämer konnte sich bei beiden Veranstaltungen in seiner Begrüßungsrede für die gute Resonanz bedanken, sowohl beim „Heimspiel“ in der BLV-Geschäftsstelle im Karlsruher Haus des Sports als auch im ESV-Offenburg-Heim, wo er Klaus Seigel als Hausherr und Dieter Roth für die Vorbereitungsarbeiten dankte. Krämer ging nochmals auf die Beweggründe ein, die ihn nach etwas mehr als zweijähriger Amtszeit als Präsident dazu gebracht haben, diese Gesprächsrunde ins Leben zu rufen. Über allem schwebte sein Wunsch, das „Miteinander“ zu verbessern, um gemeinsam noch stärker für die gleiche Sache arbeiten zu können.
In Offenburg freute er sich besonders darüber, dass auch einige aktive Athleten den Weg ins ESV-Heim gefunden hatten. Besonders begrüßen konnte er den Olympiateilnehmer im Hürdensprint, Matthias Bühler.
BLV-Kampfrichterwart Wilfried Pletschen stellte anschließend die derzeitige Situation in der Wettkampforganisation vor und betonte besonders die in den letzten beiden Jahren eklatant aufgetretenen Probleme. Nach einer Zusammenfassung des Wettkampfablaufs und einigen Punkten zur Mitarbeitergewinnung wurde in Karlsruhe intensiv über die Kampfrichterproblematik diskutiert. Viele Vereine klagten über einen Rückgang bei den Helfern und Mitarbeitern, was letztendlich auch dazu führt, dass man sich genau überlegt, ob man noch Meisterschaften oder Veranstaltungen überhaupt ausrichten kann. Die Forderungen, mehr jüngere Kampfrichter einzubinden und an „große“ Meisterschaften heran zu führen, mehr die Schulen mit einzubinden oder die Schülermentorenausbildung zu forcieren, einen Kari-Flyer über Ausbildung usw. heraus zu geben, kamen dabei aus den Reihen der Vereinsvertreter.
Diskutiert wurde auch das Disziplinangebot in der Kinderleichtathletik, den Sportstättenbau, einiges über die Auswertungssoftware Cosa oder Seltec, LADV und zur derzeitigen Ausrichterproblematik. Von einigen Vereinsvertretern wurde das Verhältnis Trainer – Kampfrichter angesprochen, wo es doch immer wieder zu Problemen kommt. Die Anmerkung zur Terminvielfalt bei Meisterschaften nahm Präsident Krämer gerne auf, musste aber dagegen halten, dass die Forderung nach Streichung von Meisterschaften aus den Vereinen und Kreisen kommen muss und dass darüber mit den Kreisvorsitzenden zusammen im Verbandsrat gesprochen werden muss.
In Offenburg legten die anwesenden Vereinsvertreter dagegen weniger Wert auf die Kampfrichter-Diskussion, sondern sahen ihren Schwerpunkt an diesem Abend eher bei der Athleten Problematik. Zurückgehende Teilnehmerzahlen bei Wettkämpfen aber auch im Training machen besonders zu schaffen. Vor allem der Übergang von den ehemaligen Schüler- in die Jugendklassen wurde problemtisch gesehen und da erhoffte man sich vom Verband Tätigwerden, um dies einzudämmen. Langweilige und langatmige Wettkämpfe, wenig Attraktivität für die Jugendlichen, waren einige der angesprochenen Problempunkte. Aber auch das Verhältnis der Kampfrichter zu Trainern, Athleten und Eltern wurde als verbesserungswürdig angesehen. Auch in Offenburg wurden die vielen Meisterschaftstermine angesprochen.
Ganz konkret vorgebracht wurde die Forderung, die Talente in den Vereinen und Kreisen weiter bzw. besser zu fördern. Der bisherige F-Kader, dezentral in den Krisen angesiedelt, hört beim Alter von 13 Jahren auf. Hier wurde gebeten zu prüfen, ob es denn nicht möglich wäre, auch mit den älteren Jahrgängen bis 16 Jahre eine ähnliche Förderstruktur aufzubauen. Auch die Dazugehörigkeit zu einem Kader könne sowohl bei Athleten als auch bei Eltern zu einer Motivation führen, nicht mit der Leichtathletik aufzuhören. Eine Anregung, die der Präsident gerne aufnahm, um sie bei nächster Gelegenheit mit dem Präsidium zu besprechen.
Was der Präsident und auch die anderen Verbandsverantwortlichen allerdings nicht lösen kann, so Krämer, sind innervereinliche Probleme, die von einigen Anwesenden angesprochen wurden. Übervereinliche Trainingszusammenarbeit funktioniert in einigen Kreisen, in anderen dagegen nicht. Hier konnte Krämer nur auf sein eingangs angesprochenes Verbessern des Miteinanders verweisen.

Ralf Wohlmannstetter

 

 

Die Gesprächsrunden gehen weiter:

Eingeladen sind die Mitglieder des BLV-Präsidiums, die BLV-Fachwarte sowie ganz speziell
die Mitglieder der LA-Kreise und –Bezirke, Vereinsvorsitzende und Abteilungsleiter, LA-Mitarbeiter der Kreise einschl. Kampfrichter, Trainer, Betreuer, Athletinnen und Athleten

aus den Kreisen/Bezirken Emmendingen, Freiburg, Neustadt und Oberrhein
für
Donnerstag, 31.01.2013 – 19 Uhr
Kirchzarten, Vereinsraum SV Kirchzarten, Oberrieder Straße

aus den Bezirken/Kreisen Hegau-Bodensee und Schwarzwald-Baar
für
Samstag, 16.02.2013 – 10.30 Uhr
Arena Geisingen, Am Espen 16, 78187 Geisingen
Anmeldung bis spät. 09.02.2013

aus den Kreisen Mosbach, Rhein-Neckar, Sinsheim und Tauberbischofsheim-Buchen
für
Mittwoch, 27.02.2013 19 Uhr
Vereinsheim TV Eberbach, Jahnplatz 2, 69412 Eberbach
Anmeldung bis spät. 20.02.2013


 
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