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Montag 21. Mai 2012  ::  19:22
BLV
12. Berglauf-Masters-Weltmeisterschaft

Medaillenflut für das deutsche Team / Peter Lessing gewinnt seine 22. Goldmedaille / Viel Lob für die Ausrichter vom TV Bühlertal

Bühlertal (19.05.) - Die 12. Berglauf-Masters-Weltmeisterschaft, die der TV Bühlertal ausrichtete, wurde für den Badischen Leichtathletik-Verband zu einem großen Erfolg: Zum einem gab es durch Peter Lessing (LG Ortenau-Nord / M70), Jutta und Carsten Brod (TV Konstanz / W35 und M40) drei Einzel-Goldmedaillen für Läuferinnen und Läufer aus dem BLV. Eine Reihe von Mannschaftsgoldmedaillen mit badischer Beteiligung, sowie weitere Silber- und Bronzemedaillen vervollständigen die erfolgreiche Bilanz aus badischer Sicht.

Die Zuschauer unterstützten die Läufer lautstark auf dem letzten schweren Teilstück.
WMRA-Mitglieder v.li. Nancy Hobbs, Bruno Gozzelino, Tomo Sarf, Wolfgang Münzel.
WMRA-Präsident Bruno Gozzelino eröffnete die 12. Berglauf-Masters-WM.
WMRA-Präsident Bruno Gozzelino und OK-Chef Jürgen Brügel mit dem Maskottchen Bühlotel.
Orga-Chef Jürgen Brügel am Mikrofon.
Peter Lessing
Jutta Brod
Meinrad Beha
Idyllisches Berglauf-Panorama auf 950 Meter Höhe.
Ein steiler Anstieg erwartete die Läufer auf den letzten 500m.
Große Zuschauerunterstützung bei der Zielankunft.
Weltmeister-Ehepaar Jutta und Carsten Brod.
Kleiderordnung nach der Zielankunft.
Alle Weltmeister.
Fotos: Stinn (4), Wetzel (10)

Aber nicht nur der sportliche Erfolg soll hier erwähnt werden. Viel Lob von allen Seiten, ob Läufer/innen oder offizielle Vertreter aus Politik und Sport lobten die ausgezeichnete Organisation des ausrichtenden Vereins TV Bühlertal mit Jürgen Brügel und Karl Preis an der Spitze. BLV-Präsident Philipp Krämer brachte es in wenigen Worten auf den Punkt. „Ich bin begeistert und überwältig.“
Mit Bühlertal als Austragungsort der 12. Berglauf-Masters-Weltmeisterschaft, oder „World-Masters Mountain Running Championships“, wie der offizielle Titel heißt, fand nach Zell-Unterharmersbach (2003) zum zweiten Mal die Masters-WM im Schwarzwald statt. Da auch zum Saisonende die deutsche Berglaufmeisterschaft in Zell-Unterharmersbach stattfindet, kommt es im Schwarzwald gleich zu zwei Saisonhöhepunkten im Berglauf. „Auf die badischen Berglaufveranstalter kann ich mich verlassen. Immer wenn wir eine Meisterschaft nach Baden vergeben, kann ich mir sicher sein, dass es eine Top-Meisterschaft mit einer super-Organisation wird. Deshalb habe ich auch keinen Moment gezögert, die Bewerbung des TV Bühlertal beim Berglauf-Weltverband zu unterstützen“, äußerte sich Wolfgang Münzel, DLV-Berglaufwart und Council-Mitglied des Berglaufweltverbandes (WMRA) bei einem VIP-Empfang vor der Eröffnungsfeier.
Und dass die Wahl gut war zeigte sich schon im Vorfeld. Unter Leitung von Jürgen Brügel arbeiteten seit mehr als einem Jahr das Organisationsteam und 240 Helfer, um dieses Event auf die Beine zu stellen. Der erste Erfolg: „Wir haben einen neuen Melderekord mit 1150 Anmeldungen aus 31 Nationen“, verkündete OK-Chef Jürgen Brügel. Da zeigte sich auch WMRA-Präsident Bruni Gozzelino beeindruckt. Etwas poetisch erklärte er unter starken Beifall: „Nachdem ich sehe, wie toll hier alles für die Senioren organisiert ist, habe ich einen Traum, ich träume davon dass Bühlertal in naher Zukunft auch mal die Aktiven-Weltmeisterschaft ausrichtet“. Wie hoch der Stellenwert für den Berglaufweltverband die Senioren-WM ist, zeigt, dass mit Bruno Gozzelino, Wolfgang Münzel, Tomo Sarf und Nancy Hobbs gleich vier Council-Mitglieder den Titelkämpfen beiwohnten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband wurde durch Margit Jungmann, Vorsitzende des Bundesauschusses für Senioren, vertreten. Für den Badischen Leichtathletik-Verband waren Präsident Philipp Krämer, Elisabeth Pressler (Vizepräsidentin Leistungssport), Theo Scheurer (Fachwart Senioren) und Klaus Diethelm (Fachwart Berglauf) vor Ort.

WM zum Jubiläum

Die Welttitelkämpfe wurden Bühlertal anlässlich des 100-jährigen Bestehens des TV Bühlertal übertragen. Auf nationaler Ebene hat der TV Bühlertal, als Veranstalter des Hundseck-Berglaufs, einen guten Ruf. Schon seit 1977 wird der Hundseck-Berglauf ohne Unterbrechung durchgeführt und gehört damit zu den ältesten Bergläufen in Deutschland. Wertungsläufe zum Deutschland-Pokal, Schwarzwald-Berglauf-Pokal, zwei deutsche Meisterschaften, badische und baden-württembergische Meisterschaften, Qualiläufe für internationale Meisterschaften, machten Bühlertal über die Region hinaus bekannt. Erster Höhepunkt war 1988 mit der Ausrichtung der deutschen Meisterschaft. Der gebürtige Bühlertaler Charly Doll gewann damals im dritten Anlauf seine erste deutsche Meisterschaft und der heutige DLV-Berglaufwart Wolfgang Münzel wurde Zweiter.

Eröffnungsfeier am Freitagabend

Bei der Eröffnungsfeier im Haus des Gastes trugen 31 Schülerinnen und Schüler die Flaggen der beteiligten Nationen. Nach Grußworten von Bürgermeister Hans-Peter Braun, Landrat Jürgen Bäuerle, OK-Chef Jürgen Brügel und dem Vorsitzender des TV Bühlertal Karl Preis, sang Bianca Kohler die deutsche Nationalhymne und die Europahymne. Anschließend eröffnete WMRA-Präsident Bruno Gozzelino die 12. Berglauf-Masters-WM. Mit der Pasta-Party und einem Folkloreabend endete die Eröffnungsfeier.

Sportliche Höchstleistungen

Bei strahlendem Sonnenschein wurden am Samstag die rund 1100 Teilnehmer auf die 9,5 km lange Strecke, die einen Höhenunterschied von 776 m aufweist, geschickt. Von den 1150 gemeldeten Teilnehmern erreichten 1013 das Ziel. Das ist ein Rekordergebnis für eine Berglauf-Masters-Weltmeisterschaft. Das deutsche Team stellte mit rund 700 Teilnehmern das stärkste Aufgebot. Mit 100 Läuferinnen und Läufer folgten die Italiener. Die zahlenmäßige Überlegenheit konnte das deutsche Team auch in Titel und Medaillen ummünzen. Neun von 18 Einzel-Goldmedaillen gewannen Läuferinnen und Läufer der deutschen Nationalmannschaft. Neun Silber- und drei Bronzemedaillen sowie zehn Mannschaftsgoldmedaillen vervollständigen das gute Gesamtergebnis.
Der Start war beim Haus des Gastes, das Ziel auf dem 1040 m hoch gelegenen Mehliskopf, unmittelbar beim Mehliskopfturm. An einigen Streckenpassagen und im Zielbereich herrschte teilweise eine unbeschreibliche Stimmung, hierfür sorgten vor allen die vielen mitgereisten italienischen Fans.

Gestartet wurde im 20-Minuten-Abstand, die W/M75 starteten zuerst. In der M75 gab es durch Ambros Unterkircher einen österreichischen Erfolg. Unterkircher siegte in 1:07:22 Std vor den beiden deutschen Läufern Norbert Schmid (TV Erkheim) und Heiner Killi (LG Offenburg). Schon im zweiten Lauf gab es durch Peter Lessing (LG Ortenau-Nord) den ersten deutschen und auch badischen Sieg zu feiern. Mit 57:24,2 min blieb Lessing deutlich unter der Ein-Stunden-Marke und gewann seine 22. Goldmedaille bei Senioren Weltmeisterschaften. Umso erstaunlicher dieser Erfolg, da Lessing bis vor wenigen Wochen noch an einer Verletzung laborierte. „Vor drei Wochen hätte ich nicht gedacht, dass ich heute hier überhaupt laufen kann. Ich war verletzt. Ich habe aber meine eigenen Heilungsmaßnahmen, die sind zwar unkonventionell, aber wirksam. Ein Belgier hat mir mal gesagt, was durchs Laufen kommt, geht auch durchs Laufen weg. Ich bin also trotz Verletzung weitergelaufen, aber immer unterhalb unterhalb der Schmerzgrenze. Und damit geht es am schnellsten weg“, so Lessing. „Aber dass ich heute hier gewinnen würde, hätte ich nicht geglaubt, und bis auf die Flachpassagen bin ich schmerzfrei durchgelaufen“, führte der erfolgreiche Seniorensportler weiter aus. Bei den Frauen gab es durch Ingrid Hoffmann (TV Offenbach/Queich), der Titelverteidigerin Bärbel Berghaus (Solinger LC) und Gaby Pohlmann (LC Bad Arolsen) einen Dreifach-Erfolg für das deutsche Team.
Nach Siegen durch Österreich und Deutschland konnten beim dritten Lauf die Schweizer ihre erste und einzige Goldmedaille feiern. Der Berner Albert Anderegg gewann die M65 in 49:44,5 min vor Wolfgang Nehring und Edmund Schlenker (beide VFL Ostelsheim). Bei der W65 siegte Lilo Plener (TV Erkheim) vor Karin Rich und Ruth Schlager (TSV Neustadt/Aich). In der M und W60 gab es durch Aurelio Moscato (49:45,6) und Annamaria Galbani (58:11,9) einen italienischen Doppelerfolg. Meinrad Beha (FC Unterkirnach), der sich vom sechsten Platz nach vorne kämpfe, lieferte sich auf den letzten Kilometern mit Martin Wahl (WSV Oberhof) ein spannendes Duell um den zweiten Platz. Letztendlich bewies der Unterkirnacher das größere Stehvermögen und erkämpfte sich hinter dem italienischen Titelverteidiger Moscato die Silbermedaille und sorgte so für eine weitere Medaille für den Badischen Leichtathletik-Verband. „Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden. Der Italiener war eine Klasse besser, das muss ich akzeptieren“. Für Beha scheint Bühlertal ein gutes Pflaster zu sein. 1988 gewann er hier die Bronzemedaille bei der deutschen Berglaufmeisterschaft.
Claudio Amati und Franco Torresani gewannen in der M50 Gold und Silber für Italien. Amati siegte in43:58,5 und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Dritter wurde der Schweizer Armin Grob. Bei den Frauen in der W60 gab es durch Christa Weisser (FC Unterkirnach) mit Bronze einen erneuten Erfolg für die Badener. Einen überlegenen Favoritensieg feierte in der W50 die vielfache Senioren-Weltmeisterin Mary Heilig-Duventäster (LG Welfen). Sie siegte in 51:20,7 min vor der Französin Odile Brakebusch. Ulrike Hoeltz (LSG Karlsruhe) sicherte mit der Bronzemedaille weiteres Edelmetall für Baden. Da Heilig-Duventäster auch noch das Mannschaftsgold gewann, holte sie sich in Bühlertal die Goldmedaillen Nr.17 und 18.

Mit einer Sensation endete die Entscheidung in der M45. Stefan Hinze (LG DUV), 2010 beim Kandel-Berglauf deutscher Seniorenmeister, bezwang in 43:09,9 min den früheren Welt- und Europameister Antonio Molinari, der mit einem Rückstand von fast einer Minute sich mit Silber begnügen musste. Bis Kilometer vier sah es noch nach einem Favoritensieg des Favoriten aus. Molinari hatte stellenweise einen Vorsprung von mehr als 50 Meter auf Hinze. Bronze gewann Molinaris Landsmann Enzo Vanotti. „Der Sieg gegen Molinari war auch für mich eine Überraschung. Ich hatte mir gegen ihn keine Chance ausgerechnet, er war der haushohe Favorit“, sagte Stefan Hinze nach der Siegerehrung.
Bei den jüngeren Altersklassen gab es dann nochmals zwei Goldmedaille für Baden durch das Ehepaar Jutta und Carsten Brod (TV Konstanz). Zunächst gewann Carsten Brod Gold in der M40. Wenig später passierte Jutta Brod als Siegerin der W35 das Ziel. Die W40 sicherte sich die Tschechin Ivana Sekyrova in 47:16,1 vor der Italienerin Maria Pia Chemello und Monica Carl (LG Welfen). Matthias Hecktor gewann nach spannendem Rennverlauf in 42:09,3 min vor dem Badener Ulrich Benz (LG Brandenkopf) und den Briten Sullivan Smith. Bis Kilometer drei lagen Ulrich Benz und Sullivan Smith vorne. Bei Kilometer fünf schloss der spätere Sieger Matthias Hecktor auf die Führenden auf. Zunächst fiel der Brite zurück, nach zwei weiteren Kilometer konnte auch Ulrich Benz das Tempo nicht mehr mitlaufen und Hecktor lief von da an einem sicheren Sieg entgegen. „Dass ich die Weltmeisterschaft in der M35 gewinnen würde und zudem noch mit Tagesbestzeit, damit habe ich nicht spekuliert. Ich hatte mit stärkerer Konkurrenz aus der Schweiz, Österreich und Italien gerechnet, daher hatte ich mir einen Platz unter den ersten fünf ausgerechnet.“ Jutta Brod gewann die W35 und lief in 50:14,0 min durchs Ziel. „Wir haben einige Wochen zuvor auf der Strecke trainiert. Das hat sich heute ausgezahlt“, sagte die Siegerin nach dem Zieleinlauf, die zwischenzeitlich schon einige Goldmedaillen in ihrer Sammlung vorzuweisen hat. Auf Platz zwei kam Tina Fischl (LG Passau) vor Ljudmila di Bert (Italien). Matthias Hecktor und Jutta Brod wurden für ihre Tagesbestzeiten von BLV-Präsident Krämer nochmals besonders ausgezeichnet.
Folgende badische Läuferinnen und Läufer gewannen Mannschaftsgold mit dem jeweiligen National-Team: Ulrich Benz (LG Brandenkopf / M35), Carsten Brod (TV Konstanz / M40), Joachim Becht (LT Furtwangen / M50), Meinrad Beha (FC Unterkirnach / M60), Jutta Brod (TV Konstanz / W 35), Ulrike Hoeltz (LSG Karlsruhe / W50) und Christa Weisser (FC Unterkirnach / W60).
Den offenen Lauf hatte zuvor Heiko Baier (LG Fulda) in42:24,9 min vor dem vierfachen deutschen Berglaufmeister Timo Zeiler (LG Brandenkopf / 42:50,0) gewonnen. „Das war ein taktisches Rennen. Bis Kilometer acht sind wir zusammen gelaufen. Als dann Heiko anzog konnte ich nicht mehr kontern. Dafür fehlt mir zurzeit die Spritzigkeit. Mein Beruf lässt mit derzeit kaum Zeit zum Trainieren, so dass ich schon die Teilnahme an der Europameisterschaft gestrichen habe“, so Zeiler. Bei den Frauen gewann Melanie Weiß in 49:55,5 min vor Michaela Scheder (Saarbrücken).

Viel Lob für den Ausrichter

Vor der Siegerehrung gab es viele lobende Worte für den ausrichtenden Verein TV Bühlertal von den offiziellen Vertretern aus Politik und Sport. Einhelliger Tenor „Die Athleten und die Veranstalter mit den vielen Helfern haben großartiges geleistet. WMRA-Präsident Bruno Gozzelino sprach von einem historischem Ereignis, da erstmals die Tausender-Marke bei einer Berglauf-Senioren-WM „geknackt“ wurde. Die Vertreterin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Margit Jungmann, strich besonders die Leistungen der Läuferinnen und Läufer hinaus. Für den Berglaufweltverband und den Deutschen Leichtathletik-Verband bilanzierte Wolfgang Münzel: „Wir vom WMRA und DLV sind hundertprozentig zufrieden. Es hat mit der Organisation alles geklappt, es gab keine Unfälle, der Notarzt musste nicht eingreifen. Die Teilnehmerzahl mit über 1000 war sensationell. Dass wir die Siegerehrung, bei dieser Menge von Siegerehrungen, in eineinhalb Stunden bei toller Atmosphäre durchgezogen haben, stellt mich auch zufrieden, das war perfekt. Wir haben großartige sportliche Leistungen gesehen, auch in den hohen Altersklassen wurden gute Zeiten gelaufen. Was mich besonders freut, dass 700 deutsche Läuferinnen und Läufer am Start waren, so viele können wir nicht einmal für deutschen Seniorenmeisterschaften aktivieren. Aber ich hoffe, das gibt einen Schub für die Meisterschaften in Zell-Unterharmersbach. Die großartigen Erfolge der deutschen Läuferinnen und Läufer wird sicherlich nochmals für eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen sorgen. Es hat sich wieder einmal gezeigt, was ich im Vorfeld immer wieder betont habe. Wenn wir eine nationale oder internationale Meisterschaft nach Baden vergeben, dann kann ich mich darauf verlassen, dass das alles perfekt klappt. Damit habe ich beim DLV und beim WMRA immer gute Karten. Und so war es auch in Bühlertal. Die Leistungen, und das alles ehrenamtlich nebenbei zu machen, kann man nicht hoch genug anrechnen“. Geradezu ins Schwärmen geriet BLV-Philipp Krämer. „Ich bin begeistert, ich bin überwältigt. Ich habe zum ersten Mal einen Berglauf hautnah miterlebt. Es ist eine grandiose Leistung von allen, die diese Strecke geschafft haben. Aber genauso grandios war die organisatorische Leistung von dem Organisationsteam und den vielen Helfern des TV Bühlertal. Hier waren Profis am Werk. Wir als Badischer Leichtathletik-Verband fühlen uns damit geehrt, dass wir einen solchen Verein in unseren Reihen haben, der eine derartige Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Das ist eine Werbung für den Berglauf und damit auch für die Leichtathletik und für unseren Verband.“
Bei so viel Lob fiel es OK-Chef Jürgen Brügel nicht schwer auch ein positives Fazit zu ziehen: „Gigantisch, grandios, überwältigt. Es war eine klasse Veranstaltung. Es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen. Ich bin zwar Berufsoptimist, ich hätte mir aber nie vorstellen können, dass wir das alles so bewältigen. Es war ein großartiges Team, dem ich voranstehen durfte, es war ein großartiges Team was eineinhalb Jahre toll zusammen gearbeitet hat. Ich bin unendlich glücklich und dankbar. Ich glaube es war für unsere Region, für die Gemeinde Bühlertal, ein einmaliges Erlebnis. Es hat mich sehr gefreut, dass auch die einheimische Bevölkerung rege Anteilnahme an dem Event genommen hat. Das größte Kompliment hat uns WMRA-Präsident Bruno Gozzelino gemacht, der uns nicht nur gebeten sondern geradezu aufgefordert hat, auch einmal eine Weltmeisterschaft für die Aktiven auszurichten. Aber wir sind Realisten genug, dass wir einschätzen können, dass das für eine so kleine Gemeinde wie Bühlertal fast unmöglich ist.“
Dass die WM aber dennoch mit einem Wehmutstropfen endete ist allerdings nicht dem Veranstalter anzulasten. Für die Fußball-Fans war eine Großleinwand installiert worden. So konnten die WM-Teilnehmer das Champions League-Finale FC Bayern gegen FC Chelsea mit erleben. Nach der Bayern-Niederlage war bei vielen Fans die zuvor so gute Stimmung schon etwas getrübt.
Alle Ergebnisse: http://www.wm.tv-buehlertal.de

Winfried Stinn


 
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