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Donnerstag 09. Februar 2012  ::  22:21
DLV

Hallen-DM bringt heißen Kampf über der Latte

Der Stabhochsprung schickt sich an, bei Frauen und Männern ein Highlight der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe (25./26. Februar) zu werden. In keiner anderen Disziplin ist der Kampf um die Tickets zur Hallen-WM in Istanbul (Türkei; 9. bis 11. März) so spannend. Im Hochsprung sehen sich Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und Raúl Spank (Dresdner SC 1898) in guter Form, konnten das aber noch nicht zeigen.

Im Stabhochsprung haben schon insgesamt acht Frauen und Männer die Hallen-WM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllt - so viele wie in keiner anderen Disziplin. Während andere DLV-Athleten im Hinblick auf den Olympiasommer nur wenige Hallen-Wettkämpfe bestreiten oder ganz auf die Wintersaison verzichten, kennen die Stabhochspringer keine Schonzeit.

Im Gegenteil, es ist ein Kampf um die Tickets zur Hallen-WM nach Istanbul entbrannt, der in einem Showdown bei der Hallen-DM entschieden wird. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass die ersten Beiden der nationalen Titelkämpfe die deutschen Farben auf internationaler Bühne vertreten werden und den Weg in die Türkei antreten dürfen.

Schafft Malte Mohr den Hattrick?


Bei den Männern ist Malte Mohr (TV Wattenscheid 01) in der Rolle des Gejagten. In den vergangenen beiden Jahren hat er drinnen wie draußen die DM-Titel abgeräumt und sich als deutsche Nummer eins etabliert. Schon bevor die Hallensaison überhaupt losging, hat er klargestellt, dass sich daran nichts ändern soll: "Ich will den dritten Titel nacheinander."

Die Hallen-WM-Norm (5,72 m) hat der 25-Jährige schon abgehakt. Allerdings machte der Beuger zuletzt Probleme. Auch der verlängerte Anlauf sitzt noch nicht hundertprozentig. Es stehen gleich mehrere DLV-Springer bereit, die jede kleine Schwäche des Hallen-EM-Dritten ausnutzen könnten. Am Samstag (11. Februar) könnte Malte Mohr in Donezk (Ukraine) noch ein Signal an die Konkurrenz senden und seinen Führungsanspruch unterstreichen.

Die "jungen Wilden" wollen hoch hinaus

Noch vor der Hallen-DM ein Achtungszeichen zu setzen, ist aber auch Karsten Dilla (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) zuzutrauen. Der Aufsteiger des vergangenen Jahres hat sich bei Höhen um 5,70 Meter etabliert. "Ich traue mir noch mehr zu", sagte der 22-Jährige. Bei der Hallen-WM will er vor allem dabei sein, um vor einer möglichen Olympia-Teilnahme im Sommer noch mehr internationale Erfahrung zu sammeln.

Olympia-Luft kennt Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) schon. Bei den Spielen in Peking (China) wurde er im Alter von 18 Jahren Achter. Der U20-Weltrekordler mischt auch in diesem Winter wieder vorne mit. "Ich will vor allem konstanter werden", erklärte er. "Richtung DM sollte eine Höhe von 5,80 Metern drin sein." Das könnte für ein Hallen-WM-Ticket reichen.

Björn Otto will es noch einmal wissen

Die Motivation, noch einmal Deutscher Hallenmeister zu werden und nach Istanbul zu fahren, dürfte bei Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) besonders groß sein. Nach der unglücklich verpassten WM-Teilnahme im letzten Jahr hat er die WM-Norm im Winter frühzeitig abgehakt und ist mit seinen 5,77 Metern aus Moskau sogar der derzeit beste Springer im DLV.

Er präsentiert sich so gut wie seit 2007 nicht mehr, als er nicht nur in der Halle seinen bisher einzigen DM-Titel holte, sondern auch insgesamt sein bestes Jahr hatte. Danach folgten auch verletzungsbedingt weniger gute Jahre. "Meinem Fuß geht es so gut wie lange nicht mehr und auch sonst bin ich topfit", erklärte sich der 34-Jährige bereit für die Hallen-DM.

Begleitung für Silke Spiegelburg gesucht

Bei den Frauen geht Silke Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen) als Favoritin auf den deutschen Hallen-Meistertitel an den Start. Mit ihrem deutschen Rekord (4,77 m) ist sie ihren Konkurrentinnen in diesem Winter klar voraus. Dahinter wird es um den zweiten Startplatz für die Hallen-WM eng.

Martina Strutz (SC Neubrandenburg) hat die Norm (4,52 m) schon abgehakt, kam aber auch aufgrund von Fußproblemen bisher nicht an ihre Höhen aus dem Sommer heran. So könnte Kristina Gadschiew (LAZ Zweibrücken) zum vierten Mal hintereinander beim Höhepunkt des Winters dabei sein.

Sich durch Normerfüllung und Platz eins oder zwei in Karlsruhe im letzten Moment noch ein Hallen-WM-Ticket zu sichern, ist auch Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) und Julia Hütter (LG Eintracht Frankfurt) zuzutrauen. Anna Battke (USC Mainz) hat die Norm zwar schon übersprungen, die Hallensaison wegen anhaltender Absprungprobleme aber vorzeitig beendet.

Ariane Friedrich will zeigen, was sie kann

Im Hochsprung hat Ariane Friedrich den Weg zurück ins Wettkampfgesehen angetreten und kämpft trotz Enttäuschungen bei den ersten beiden Auftritten weiter. Bei der Hallen-DM könnte das Sprunggefühl wieder ein Stückchen zurückkommen. Eine Meisterschaft mit starker Konkurrenz um Aufsteigerin Nadja Kampschulte (TV Wattenscheid 01) könnte genau das Richtige sein, um die Wettkampfstärke der Frankfurterin wiederzuerwecken.

Für Raúl Spank gilt es, die Hallen-WM-Norm (2,29 m) abzuhaken. Angespornt werden könnte er von seinem Dresdner Vereinskameraden Matthias Haverney, mit dem sich der WM-Neunte schon bei der Freiluft-DM im vergangenen Sommer ein packendes Duell geliefert hat. Wenn er einen guten Tag erwischt, könnte auch Eike Onnen (LG Hannover) nach dem Titel greifen.

Die Stars hautnah bei der Hallen-DM in Karlsruhe (25./26. Februar):

Tickets für das Leichtathletik-Highlight in der Karlsruher Europahalle gibt es unter www.ticketmaster.de oder über die Hotline: 01805 - 969 0000 (€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz / max. € 0,42/Min. aus dem dt. Mobilfunknetz).


DLV
Jan-Henner Reitze


 
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