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Mittwoch 26. Oktober 2011  ::  00:25
BLV

Wir gratulieren unserem Ehrenmitglied Heinz Fütterer zum 80. Geburtstag und zur Ehrung mit der Staufermedaille

Der 14. Oktober war für Elchesheim-Illingen im Landkreis Rastatt ein besonderer Tag. Da war richtig was los – Ehrenbürger Heinz Fütterer feierte seinen 80. Geburtstag. Da war die Schar der Gratulanten riesig.

Seltene Ehrung: Heinz Fütterer erhält von Regierungspräsident Rudolf Kühner die Staufermedaille in Gold.
Manfred Germar, Philipp Krämer, Jubilar Heinz Fütterer, Georg Thoma, Lothar Knörzer.
Fotos (2): Wagner

Am Geburtstag war das Eigenheim im Olympiaweg im Blickpunkt, wo schon morgens Schunkellieder von der „Handorgel“ erklangen. Diese wurde diesmal aber nicht vom Jubilar selbst – wie seit Jahrzehnten gewohnt – gespielt. Liebe Freunde hatten die Handharmonika mitgebracht.
Einen Tag später gab es dann das große Ereignis im Bürgerhaus in Elchesheim, der früheren Dorfkirche. Dort eröffneten um 10 Uhr die Parforcebläser aus der Gemeinde den großen Empfang mit mehr als 200 Gästen. Da sangen Akteure des Männergesangvereins „Rheinlust“ Illingen, der weithin gelobte Musikverein sorgte für gute Stimmung und Bürgermeister Rolf Spiegelhalter lobte den berühmten Sohn der Gemeinde, der wegen seiner Heimatverbundenheit so sehr beliebt ist.
Höhepunkt dieses Empfangs war die Verleihung der Staufermedaille in Gold durch Regierungspräsident Rudolf Kühner, der die vielen Höhepunkte aus dem Leben des Jubilars aufzählte, ein „Leichtathlet mit Leib und Seele“. Die Staufermedaille würdige die langjährigen Verdienste Fütterers über den Sport hinaus. Der Jubilar sei ein Vorbild, so Kühner.
Der Jubilar wusste dann auch gleich, weshalb er diese hohe Auszeichnung verdient hatte. „In der Nachkriegszeit wurden wir deutschen Sportler bei Starts im Ausland oft ausgepfiffen, mit unserem erfolgreichen Auftreten wurden wir aber wohl zu Sympathieträger und weißen Diplomaten“.
Landrat Jürgen Bäuerle sprach vom „Weltreisenden in Sachen Sport“ und erinnerte an Fütterers 536 internationale Siege, die den „weißen Blitz“ schon damals zur Legende machten.
Die letzte ganz große Ehrung war die Aufnahme in der neuen Berliner „Hall of Fame“,
was nach Meinung des Geehrten seitdem seinen Terminkalender kräftig durcheinander brachte.
Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich, seit Jahren mit Fütterer befreundet, lobte die Verbundenheit des Illingers mit Karlsruhe und dem KSC, schließlich feierte er damals rund 400 Siege im KSC-Trikot.
Dann stand er stolz in den Reihen seiner Mitstreiter und sang mit Musikverein und Gesangverein drei Strophen des Badnerlieds.
Natürlich bereicherten seine langjährigen Freunde das unterhaltsame und kurzweilige Programm. Tony Marshall, in Elchesheim geboren, widmete dem Freund seinen Hit „Der Star“, Startrompeter Walter Scholz hatte köstliche Anekdoten parat und spielte „Il Silenzio“ und Lokalmatador Peter Lehel wartete mit Saxophon-Höhepunkten auf. Natürlich waren aus Ötigheim auch Rudi und Josef Kühn gekommen, um musikalisch zu gratulieren , sie sind Freunde seit Jahrzehnten.
Es war eine insgesamt sehr schöne Feier, ganz im Stile von Heinz, der ja in den vergangenen Jahrzehnten viele so große Feste feierte. Und der versprach: „Ich werde nie abheben und auch künftig mit beiden Beinen auf der Erde bleiben.“
Dies muss er schließlich auch, wenn er regelmäßig auf den Golfplätzen aktiv ist und weite Abschläge schafft.
Der SWR brachte am 14. und 15.10. längere Fütterer-Beiträge im Fernsehen, die Tageszeitungen Mittelbadens waren präsent und viele, viele Menschen ehrten den „knitzen Fischerbuben“ aus Illingen, wie er oft bezeichnet wird.
Nach wie vor bleibt der 31.10.1954 sein größter Tag – da egalisierte er im japanischen Yokohama in 10,2 sec den 100m-Weltrekord seines großen Vorbildes Jesse Owens.
Seine unzähligen Trophäen, Medaillen usw. hat er seiner Heimatgemeinde geschenkt, die für ihn in der ehemaligen Illinger Kirche, heute Heimatmuseum, viel Platz bereitstellte.
In Illingen wandert er oft mit Ehefrau Ricky, mit der er seit 40 Jahren verheiratet ist- Und Sohn Marc (37) arbeitet zur Freude der Eltern im Sportmanagement. Dass der ein einstelliges Golf-Handicap hat, versteht sich fast von selbst.
Der BLV war bei der Feier durch Präsident Philipp Krämer vertreten und die Leichtathleten freuten sich, dort auch den ehemaligen SBLV-Präsidenten Kurt Spitzmüller und Gattin Gaby aus Nordrach begrüßen zu können.
Dass Manfred Germar beim Fest seines Freundes war, versteht sich von selbst. Lothar Knörzer, Siegfried König, Georg Thoma und der Ruder-Olympiasieger Gerhard Auer (1972) vom berühmten Bodenseevierer waren ebenso gekommen, wie Fütterers bester Freund, Heinz Limberger aus Zell am Harmersbach.
Was wünscht sich ein rüstiger 80er?
„Gesundheit für meine Familie und mich“. Dazu trägt er mit Golfrunden aktiv bei, kocht daheim gerne und sehr gut und genießt den badischen Wein.
Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen.
Wir wünschen dem Freund noch viele gesunde und aktive Jahre – Glück auf für eine zufriedene Zukunft!

Kurt Wagner


 
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